Es sei ein «arbeitsreicher und langer Tag» für die Delegation der Islamischen Republik in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewesen, schrieb der Sprecher von Irans Aussenministerium, Ismail Baghai, in den frühen Morgenstunden auf X. Von Samstagmorgen bis in den Sonntag hinein hätten «intensive Verhandlungen» stattgefunden. Dabei seien «zahlreiche Nachrichten und Texte» zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden.
Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber «von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen», schrieb Baghai weiter. Pakistan dankte er für die Ausrichtung der Gespräche. Über eine mögliche Fortsetzung der Gespräche äusserte er sich nicht.
Kurz darauf teilte US-Vizepräsident JD Vance nach stundenlangen Gesprächen mit, man habe keine Einigung erzielt. Die US-Delegation kehre nun in die Vereinigten Staaten zurück.
Medien: Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt
Iranische Medien hatten zuvor über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Auch die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt.
Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die grossen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestrasse seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht./gma/DP/zb
(AWP)
