Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw werfen die Vorwürfe angesichts der weitreichenden Internetabschaltungen während des Konflikts und fehlender öffentlich überprüfbarer Beweise ernsthafte Fragen auf. Zudem seien Festnahme, Strafverfolgung und Hinrichtung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne eine unabhängige rechtliche Überprüfung erfolgt. Die im Staatsfernsehen ausgestrahlten «Geständnisse» seien unter Folter und starkem Druck erzwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Hengaw wirft den iranischen Behörden zudem vor, Todesstrafen in Verfahren wegen mutmasslicher Verbindungen zu Staaten, Medien oder Geheimdiensten zur Abschreckung, Einschüchterung und Unterdrückung der Gesellschaft einzusetzen./da/DP/jha
(AWP)
