Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft. Unterstützer schreiben dagegen auf X, es sei ein überstürztes Verfahren mit erzwungenen Geständnissen und fehlenden Beweisen gewesen. Der Zugang zu unabhängigen Anwälten sei verwehrt worden. Ein Recht auf Berufung habe es ebenfalls nicht gegeben. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Aus der Gruppe von sieben Jugendlichen und Männern war am Donnerstag bereits der 18 Jahre alte Amirhossein Hatami hingerichtet worden.
Menschenrechtler: Mindestens 160 Todesurteile vollstreckt
Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.
Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Dazu zählen auch Terrorhandlungen sowie die Zerstörung staatlicher Einrichtungen.
Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet.
(AWP)
