Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, dass der Iran und die USA weiterhin Botschaften austauschten. Eine endgültige Einigung sei noch nicht erzielt worden. Baghai erklärte weiter: «Von dem Begriff »müssen« haben wir uns vor 47 Jahren verabschiedet. Wir richten uns nicht nach dem, was andere von uns verlangen, sondern entscheiden auf der Grundlage unserer Interessen und Rechte.» Dieses «müssen» sollte als «wir bitten Sie» interpretiert werden.

Konkret widerspricht der Iran laut Fars Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten.

Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Strasse von Hormus, hiess es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden - die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.

Zudem weist der Iran auf die Forderung eines vollständigen Waffenstillstands im Libanon hin - im Sinne der libanesischen Hisbollah-Miliz./da/DP/he

(AWP)