Erneut indische Seeleute betroffen
Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der «Jalveer» in Sicherheit. Die Behörde sprach von einem «Sicherheitsvorfall auf See» nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem «Asphalttanker». Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet.
Drei tote Seeleute
Nach dem Beschuss eines unter der Flagge Palaus fahrenden Tankers am Mittwoch im Golf von Oman durch das US-Militär waren nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. 21 indische Besatzungsmitglieder konnten demnach gerettet werden. Indien hatte den Beschuss verurteilt und bei den USA Protest eingelegt.
Am Montag war bereits ein anderer Tanker unter Palaus Flagge vom US-Militär beschossen worden. Alle 24 Seeleute aus Indien an Bord wurden Angaben der indischen Behörden zufolge gerettet.
Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt als Reaktion auf die faktische Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben nun insgesamt neun Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Blockade der Häfen machen die USA Druck auf den Iran, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt./rin/DP/men
(AWP)
