Der Vorsitzende des Stadtrats, Mehdi Tschamran, zeigte sich unerschrocken angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump. «Wir bleiben auf der Strasse wegen der Botschaft der Märtyrer und unseres geliebten Führers», sagte er. Trumps Drohung müsse mit Füssen getreten werden. Der US-Präsident hatte dem Iran mit einem sehr harten Eingreifen der USA gedroht, seine Drohung aber nicht weiter ausgeführt.

Wie viele Polizisten und Sicherheitskräfte seit Beginn der Unruhen Ende Dezember ums Leben gekommen sind, ist nicht bekannt - offizielle Opferzahlen hat der Staat bislang nicht veröffentlicht. Das in den USA ansässige Aktivistennetzwerk HRANA bezifferte die Zahl der getöteten Demonstranten auf mehr als 2.400. Es wäre die Niederschlagung von Protesten mit den meisten Toten in der jüngeren Geschichte Irans.

Auch Menschen, die Irans autoritäre Führung ablehnen, zeigten sich skeptisch gegenüber den jüngsten Demonstrationen und Unruhen. Eine ältere Frau aus Teheran sagte: «Ich bin gegen die Unruhen und die sinnlose Gewalt.» Ohne Aussicht auf politische Veränderungen müssten am Ende die einfachen Leute den Preis zahlen./arb/DP/mis

(AWP)