Laut dem israelischen Aussenministerium sind Einrichtungen des Landes in den Anhang eines alljährlichem vom Büro des Generalsekretärs erstellten Berichts über sexuelle Gewalt in Konflikten aufgenommen worden. Der Bericht ist noch nicht öffentlich. In der Vergangenheit enthielt er eine Liste mutmasslicher Verantwortlicher für sexuelle Gewalt in Kriegen - darunter waren für 2024 etwa die islamistische Hamas oder die IS-Miliz.

Generalsekretär gesprächsbereit

Der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, erklärte, man habe aus den sozialen Medien von der israelischen Entscheidung erfahren und sei jederzeit bereit für Gespräche. Über den Inhalt des Berichts konnte Dujarric keine Auskunft geben.

Guterres hatte bereits im vergangenen Report angekündigt, israelische Streit- und Sicherheitskräfte könnten wegen «erheblicher Bedenken hinsichtlich bestimmter Formen sexueller Gewalt, die von den Vereinten Nationen wiederholt dokumentiert wurden», in den kommenden Bericht aufgenommen werden. Konkret wurden damals für das Jahr 2024 «Verstösse gegen Palästinenser in mehreren Gefängnissen, einem Haftzentrum und auf einem Militärstützpunkt» genannt, darunter «Gewalt gegen die Genitalien, langanhaltende erzwungene Nacktheit sowie wiederholte Leibesvisitationen»./apo/DP/he

(AWP)