Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.

Auch Brücken unter Beschuss

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, dass auch mehrere Brücken im Südlibanon angegriffen worden seien. Israel wirft der Hisbollah vor, darüber Waffen zu schmuggeln.

Sie gehören aber vor allem zur zivilen Infrastruktur und zum Verkehrsnetz des Landes. Im Libanon besteht die Sorge vor weiteren Angriffen auf zivile Infrastruktur, wie etwa den internationalen Flughafen. Dieser wurde bereits im Libanon-Krieg 2006 von Israel angegriffen.

Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Raketenangriffe auf israelische Stellungen für sich. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete, dass bei seit der jüngsten Eskalation im Libanon 968 Menschen getötet wurden./arj/DP/jha

(AWP)