Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor rund drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.
Der jüngste Angriff traf ersten libanesischen Berichten zufolge ein Wohngebäude am Stadtrand der Hauptstadt, im Viertel Schwaifat. Über weiten Teilen Beiruts sind dpa-Reporterinnen zufolge seit den Morgenstunden Drohnen zu hören. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.
Israels Armee nimmt seit Beginn der Waffenruhe laut israelischen Medienberichten auf Wunsch der US-Regierung nur noch selten Ziele in Beirut ins Visier.
Auf die Waffenruhe hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch ist der Krieg nie zum Stillstand gekommen. Beide Seiten greifen sich weiter an. Insbesondere im Libanon werden dabei immer wieder Menschen getötet.
Wie die israelische Armee mitteilte, sind seit Beginn des Iran-Konflikts rund 2.500 Hisbollah-Kämpfer getötet worden, davon 800 seit der Vereinbarung über eine Waffenruhe Mitte April. Die ranghöchsten Kommandeure der Hisbollah wurden laut Armee in den vergangenen beiden Wochen «ausgeschaltet». Diese Angaben lassen sich zurzeit nicht unabhängig überprüfen./cir/DP/he
(AWP)
