Hagari sprach von einem Dilemma für die Armee. Einerseits wisse sie, dass sich in der Gegend noch immer Zivilisten aufhielten - obwohl das Gebiet aufgrund der Präsenz der Hamas als «rote Zone» ausgewiesen sei. Zugleich sei die Aktivität der Hamas in dem Flüchtlingslager für die israelische Armee eine Bedrohung, auf die sie reagieren müsse.

Aufnahmen zeigen die verheerenden Folgen des Angriffs, bei dem Armeeangaben zufolge auch Tunnel der Hamas einstürzten und einen Krater hinterliessen. Unter den Opfern sind nach palästinensischen Angaben viele Zivilisten. Nach Darstellung der israelischen Armee galt der Luftangriff einem Drahtzieher des Massakers an israelischen Zivilisten am 7. Oktober. 50 Terroristen seien bei dem Einsatz in Dschabalia getötet worden.

Die Kämpfe im Gazastreifen richteten sich aber nicht gegen die dortige Zivilbevölkerung, betonte Hagari. Er appellierte deshalb erneut an die Menschen in Dschabalia und anderen Gebieten im Norden des Küstengebiets, sich in den Süden zu begeben. Die Armee schaffe dafür weiterhin «sichere Korridore».

Das Militär bekämpft derzeit vor allem im Norden die Einrichtungen der islamistischen Hamas. Doch auch im Süden kam es bereits zu israelischen Luftangriffen. Nach Darstellung Hagaris gibt es dort in den für die Zivilbevölkerung ausgewiesenen Gebieten ausschliesslich gezielte Attacken auf individuelle Führer der Hamas. Der Bereich sei keine «sichere Zone», betonte er. «Aber es ist ein sichererer Ort als jeder andere Ort in Gaza.»

(AWP)