Die Inflation ist damit unter die von der japanischen Notenbank angepeilten Zielmarke von zwei Prozent gefallen. Analysten hatten nun einen weiteren Rückgang der Teuerung erwartet, und zwar auf 1,7 Prozent ausgegangen.

Bei der allgemeinen Preisentwicklung im Grossraum Tokio gab es hingegen einen Anstieg der Teuerung. In dieser Abgrenzung legte die Inflationsrate im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent zu. Die Preisdaten aus dem Grossraum Tokio gelten an den Finanzmärkten als verlässlicher Frühindikator für die gesamte Preisentwicklung des Landes.

Nach Einschätzung des Analysten Volkmar Baur von der Commerzbank scheint sich die Inflation in Japan im Zielbereich der Notenbank einzupendeln. Es sei positiv, dass die Teuerung nicht zu schnell falle. «Ansonsten könnte der Markt die Frage aufwerfen, ob die Bank of Japan die Zinsen überhaupt weiter anheben sollte», sagte Baur.

Die japanische Notenbank hatte den Leitzins zuletzt im Januar bei 0,75 Prozent belassen. Die nächste Zinsentscheidung steht Mitte März auf dem Programm.

Für eine Zinserhöhung könnte ein Anstieg der Industrieproduktion sprechen: Wie aus weiteren Daten der Regierung hervorgeht, legte die Fertigung im Januar um 2,2 Prozent im Monatsvergleich zu, nachdem sie im Monat zuvor noch leicht gesunken war. Analysten hatten aber einen noch stärkeren Anstieg der Fertigung in den Industriebetrieben erwartet./jkr/mis

(AWP)