Von Bloomberg befragte Experten hatten hingegen mit weniger Wachstum bei den Exporten gerechnet und im Schnitt einen Anstieg um knapp zehn Prozent erwartet. Im März waren die Ausfuhren um revidierte 11,5 Prozent gestiegen.

Nach Einschätzung des Experten Kelvin Lam vom britischen Analysehaus Pantheon sorgte unter anderem die Lieferung von Waren aus der Halbleiterbranche für stärkere Ausfuhren. Demnach haben steigende Preise für Computerchips wegen des KI-Booms das japanische Exportwachstum beschleunigt.

Die Importe zogen im April um knapp zehn Prozent auf 10,2 Billionen Yen an, wie es weiter in der Mitteilung hiess. Allerdings hat Japan deutlich weniger Energierohstoffe importiert. Laut der Mitteilung ging das Volumen der Rohölimporte im April um knapp 64 Prozent zurück. Auch beim Import von Flüssiggas zeigte sich ein deutlicher Rückgang.

Die Auswirkungen des Krieges im Iran machten sich insbesondere in asiatischen Ländern wie Japan bemerkbar, die stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängig sind. Da mit der Strasse von Hormus eine zentrale Route für Rohöllieferungen faktisch geschlossen ist, sind die weltweiten Energiepreise stark angestiegen.

Es sei schwierig abzuschätzen, inwieweit sich die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten bereits in den Wirtschaftsdaten für April niederschlagen, sagte Analyst Takayasu Kudo von der Bank of America Securities Japan. Seiner Einschätzung nach bleiben die Sorgen hinsichtlich der Abwärtsrisiken für das Wachstum vorerst bestehen./jkr/jsl/men

(AWP)