Es folgt auf eine im Dezember vollzogene Änderung der japanischen Sicherheitsstrategie: In Abkehr von der bislang ausschliesslich auf Verteidigung ausgerichteten Sicherheitsdoktrin will sich Japan in die Lage versetzen, feindliche Raketenstellungen auszuschalten. Die Ausgaben für die eigenen Streitkräfte werden massiv angehoben.
Die neue Verteidigungsstrategie und das Weissbuch zeigen, wie besorgt Japan über Chinas zunehmendes militärisches Machtstreben ist. So wird in Japan befürchtet, dass das benachbarte Riesenreich ähnlich wie Russland mit der Ukraine eines Tages nach dem demokratischen Taiwan greifen könnte. China, Russland und Nordkorea tragen nach Einschätzung der japanischen Regierung zum "ernstesten und kompliziertesten" Sicherheitsumfeld seit dem Zweiten Weltkrieg bei.
Am Donnerstag hatten russische und chinesische Delegierte gemeinsam mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un in Pjöngjang an einer Militärparade teilgenommen, bei der nach Angaben staatlicher nordkoreanischer Medien neuentwickelte Drohnen und atomare Langstreckenraketen des Landes vorgestellt wurden. Dass eine russische Delegation unter Führung von Verteidigungsminister Sergej Schoigu an der Parade teilnahm, weckt Sorgen über eine verstärkte militärische Kooperation zwischen Russland und Nordkorea./ln/DP/nas