Notenbankchef Kazuo Ueda geht jedoch davon aus, dass der Druck auf das Wirtschaftswachstum nur vorübergehend sei. Die Notenbank könne die Leitzinsen weiter erhöhen, falls die Konjunkturbelastung vorübergehend sei und die Preisentwicklung nicht beeinträchtige. Schliesslich importiert Japan fast seine gesamte Energie. Auch der schwache Yen verteuert die Importe.
Zuletzt hatte die Notenbank im Dezember ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Der derzeitige Leitzins von 0,75 Prozent ist der höchste seit dreissig Jahren.
«Man spielt also wieder auf Zeit», kommentierte Analyst Tobias Basse von der NordLB. «Die Notenbanker in Tokio werden im Jahr 2026 wohl noch an der Zinsschraube drehen wollen, sollten bei den Anpassungen an ihrer Geldpolitik aber keine grössere Hektik zeigen wollen.» Man könne in eine Dilemma-Situation kommen. «Es drohen schliesslich einerseits Belastungen für die Wirtschaft und anderseits höhere Inflationsraten.»/jsl/jkr/stk
(AWP)
