Damit setzte sich die Entwicklung vom Vortag fort, als die japanischen Behörden Händlern zufolge zur Stützung ihrer Währung am Devisenmarkt interveniert hatten. Der Dollar fiel am Freitag um bis zu 0,66 Prozent auf ein Tagestief von 155,60 Yen. Zuvor hatte er noch bei 157,12 Yen notiert. Der Grund für die plötzliche Kursbewegung war zunächst unklar. Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura erklärte am Freitag, die Spekulation an den Märkten halte an. Dies galt als deutliche Warnung, dass die Regierung nach einer Intervention am Vortag zu weiteren Stützungskäufen bereit sei.
Bereits am Donnerstag war der Yen um bis zu drei Prozent gestiegen. Händler sprachen von stetigen Käufen durch die japanischen Behörden. Dadurch war der Dollar von rund 158,3 auf 155,5 Yen gefallen. «Die Liquidität ist gering und die Anleger sind nach den gestrigen Ereignissen nervös», sagte Jeremy Stretch, Devisenstratege bei CIBC Capital Markets. «Deshalb ist das Währungspaar Dollar-Yen anfällig für Schwankungen.» Angesichts der Warnungen werde bei jeder grösseren Kursbewegung des Yen die Frage nach den Ursachen gestellt. Eine Stellungnahme des japanischen Finanzministeriums lag zunächst nicht vor.
Hintergrund der Entwicklung ist die seit Monaten anhaltende Schwäche des Yen, der allein in den vergangenen drei Monaten fünf Prozent an Wert verloren hat. Als Hauptgrund gilt die grosse Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan. Zudem machen die bevorstehenden Feiertage in Japan die Währung anfällig für Angriffe von Spekulanten, da das Handelsvolumen dann geringer ist.
(Reuters)

