Im November war die Inflation noch deutlich stärker gewesen und hatte bei 3,0 Prozent gelegen. Auch mit Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln sind die Verbraucherpreise im Dezember deutlich schwächer gestiegen, um 2,1 Prozent. Im Monat zuvor hatte die Jahresrate noch 2,9 Prozent betragen.

Gebremst wurde die Teuerung vor allem durch einen deutlichen Rückgang der Energiepreise um 3,1 Prozent. Die Kernrate der Verbraucherpreise, bei der schwankungsanfällige Preise wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet wurden, lag deutlich höher bei 2,9 Prozent.

Experten verwiesen auf die im Dezember von der Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi eingeführten Subventionen für Benzin und Diesel. Diese hätten die Kosten für Treibstoffe gesenkt.

Am Morgen hat die japanische Notenbank unterdessen den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen. Wie aus der Stellungnahme zur Zinsentscheidung hervorgeht, wollen Japans Notenbanker die Auswirkungen der Zinserhöhung vom Vormonat und das Ergebnis der vorgezogenen Wahlen abwarten.

Nach der Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen wird eine grössere Mehrheit für die amtierende Regierungschefin Takaichi erwartet. Diese hätte es dann leichter, ihre Wachstumspläne durch höhere Staatsausgaben durchzusetzen./jkr/jha/

(AWP)