Bis Ende Jahr sollen sieben bis acht Vollzeitstellen wegfallen, wie CEO Martina Fehr auf Anfrage von Keystone-SDA schreibt. Zu Kündigungen werde es «vereinzelt» kommen, der Rest der Reduktion soll durch natürliche Fluktuationen und Pensenverringerung erfolgen.

Das Defizit liege im «moderaten sechsstelligen Bereich», schreibt Fehr weiter. Details zum Geschäftsjahr sollen voraussichtlich im kommenden April im Jahresbericht erscheinen.

Die sinkende Zahl der Kursbuchungen gehe auf die rückläufigen Werbeeinnahmen und Abonnement-Erträge bei den Verlagen zurück, wie es in der Mitteilung weiter hiess. So würden Kursanmeldungen kurzfristiger geplant oder aufgeschoben, «manchmal sogar gänzlich zurückgestellt».

Die Schule will nun ihre Strukturen verschlanken, damit Fixkosten senken und für ein «geschärftes Kostenbewusstsein» sorgen.

Geschäftsleitung neu organisiert

Im Zuge dieser Massnahmen will die Schule auch ihre Geschäftsleitung neu organisieren. Insbesondere die Funktion der Programmleitung (CPO) soll angepasst werden. Aufgrund der Verkleinerung des Teams würden weniger koordinative Arbeiten anfallen, schreibt Fehr weiter. Dafür sollen die massgeschneiderten Angebote für die Kundschaft gestärkt und ausgebaut werden.

Auf der Position des CPO kommt es zugleich zu einem Wechsel: Reto Vogt, bisheriger Studienleiter Digitale Medien und KI, übernimmt von Beat Rüdt, der das MAZ verlässt.

Zuletzt hatte die Journalismusschule im Juni 2024 die Führungsstruktur angepasst und eine vierköpfige Geschäftsleitung eingesetzt.

Mehrjahresplan erarbeitet

Die Transformation des MAZ werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Fehr schrieb, der Mehrjahresplan sei auf fünf Jahre ausgelegt. Es brauche eine längere Frist «bis zum Turnaround».

Um diesen zu erreichen hat das MAZ zudem ein Verfahren eingeleitet, dank dem es als Höhere Fachschule (HF) anerkennt werden soll. Die Diplomausbildung «Journalismus & Medienkompetenz» soll damit auf einen national geregelten und vergleichbaren Abschluss aufgewertet werden.

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(AWP)