Viele Gemeinden hätten es verpasst, eine Tourismusstrategie zu definieren, sagte Bunte in dem am Samstag veröffentlichten Interview. Für eine Umverteilung der Gäste brauche es die Gemeinden, die Tourismusorganisationen und die Anbieter.
«Man müsste auch mal den Mut haben, Stopp zu sagen», sagte die Chefin der Schweizer Jugendherbergen. Sie ist zudem Präsidentin der Parahotellerie Schweiz. Die Diskussion werde momentan oftmals vermieden. Ohne das Problem zu benennen, lasse sich aber keine Lösung finden, sagte sie.
Für Betroffene von überrannten Orten zeigte Bunte Verständnis: «Das ist nicht zum Aushalten.» Für sie ist es ein gesellschaftliches Phänomen, dass man weniger Rücksicht aufeinander nehme. Mit der Nationalität habe das nichts zu tun, so Bunte. Die Jugendherbergen suchten das Gespräch mit den Gästen. «Aber wir sind eine Unterkunft, keine Erziehungsanstalt», sagte sie.
(AWP)
