Bei der Käuferin handelt es sich um eine Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Milano. Sie übernimmt den Angaben zufolge alle leitenden Angestellten und Mitgesellschafter von Kairos.

Julius Bär erwartet den Abschluss der Transaktion im kommenden Frühling, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Verkauf werde keinen wesentlichen Einfluss auf die Gewinn- oder Kapitalkennzahlen der Bank haben.

Julius Bär hatte 2013 einen ersten Anteil von 19 Prozent an Kairos übernommen und den Anteil dann schrittweise hochgeschraubt bis zur vollständigen Übernahme im Jahr 2018. Kairos, die gemäss Mitteilung ein Vermögen von 4,5 Milliarden verwaltet, entwickelte sich jedoch nicht wie geplant und galt als «Problemtochter» von Julius Bär. Zwei Jahre nach der vollständigen Übernahme verkaufte Julius Bär dann im Rahmen eines Restrukturierungsplans 30 Prozent an der Gesellschaft an leitende Angestellte von Kairos, weitere Anteilsverkäufe folgten im Jahr 2021.

Im vergangenen Jahr gab Julius Bär dann bekannt, dass sie den Goodwill auf die italienische Tochter nach erneuten Geldabflüssen vollständig abgeschrieben habe. Dies hatte das Julius Bär-Jahresresultat damals mit rund 57 Millionen Franken belastet. Weil es bei Kairos nicht gut lief, wurde in den Medien immer wieder über einen Verkauf des Unternehmens spekuliert. Allein in den letzten Wochen gab es mehrere Medienberichte, wonach Julius Bär mit möglichen Käufern im Gespräch sei.

tv/ls

(AWP)