13 der 26 Kantone schrieben rote Zahlen. 19 schlossen über dem Budget ab. Genf schrieb statt eines budgetierten Defizits von 478 Millionen Franken einen Überschuss von fast 1,4 Milliarden. Das zweithöchste Ergebnis erreichte Zug mit 461 Millionen Franken.

In den Budgets hatten sich die kantonalen Finanzdirektionen pessimistischer gezeigt. Zürich budgetierte ein Defizit von 353 Millionen und schloss mit einem solchen von 2 Millionen Franken. Basel rechnete mit 13 Millionen Franken Überschuss und erzielte einen von 434 Millionen. Gründe dafür waren wie in Genf höher ausgefallene Steuereinnahmen.

Bern gelang mit seinem Defizit von 13 Millionen Franken im Vergleich dazu fast eine Punktlandung, nachdem seine Finanzdirektion einen Miniüberschuss von 100'000 Franken budgetiert hatte.

Auf der Westschweizer Seite fiel einzig Genf mit einem grossen Überschuss auf. Neuenburg verzeichnete einen Gewinn von 1,7 Millionen, obwohl es im Budget mit einem Verlust gerechnet hatte. Die Waadt ging von einem Defizit von 230 Millionen aus und schloss mit 39 Millionen Franken im Minus. Freiburg kam auf ein knapp ausgeglichenes Resultat. Das Defizit des Juras beläuft sich auf 12 Millionen Franken, das Wallis kam auf ein Plus von 34 Millionen.

Der zusammengerechnete Überschuss von 2,2 Milliarden Franken liegt um 1,3 Milliarden tiefer als im Vorjahr. Zurückzuführen ist das auf die ausgefallene Ausschüttung der Nationalbank, die 2022 noch 4 Milliarden Franken in die Kantonskassen gespült hatte.

2024 kündigt sich schwierig an. Die Mehrheit der Kantone budgetiert trotz einer dynamischen Wirtschaftserholung Defizite. Mehrere von ihnen kündigten Sparprogramme an.

(AWP)