Klingbeil nannte drei Punkte: Die bisherige Zolleinigung, die es mit den USA gebe und die in dieser Woche im Europäischen Parlament verabschiedet werden sollte, liege auf Eis. Das Zweite sei, dass es ausgesetzte EU-Zölle auf Importe aus den USA gebe - diese könnten in Kraft treten. Dazu gebe es einen europäischen Instrumentenkasten, mit dem die EU auf wirtschaftliche Erpressungen mit «sehr empfindlichen Massnahmen» reagieren könne. Die EU solle den Einsatz dieser Massnahmen jetzt prüfen.

Klingbeil sagte, er habe kein Interesse an einer Eskalation. «Wir sind bereit, Lösungen zu finden. Unsere Hand ist ausgestreckt, aber wir sind nicht bereit, uns erpressen zu lassen.» Die Grenze sei erreicht.

Trump hat zusätzliche Zölle gegen Deutschland und andere europäische Nato-Verbündete angekündigt, wenn Dänemark seine riesige Arktisinsel nicht wie gewünscht an die USA verkauft. Ein «Anti-Zwangs-Instrument» würde es der EU ermöglichen, Vergeltungszölle auf den Import von US-Waren zu verhängen. Zudem könnten US-Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden - oder für bestimmte Produkte Ein- und Ausfuhrbeschränkungen erlassen werden./hoe/DP/jha

(AWP)