Aktien New York: Politische Ereignisse und Jobdaten sorgen für Vorsicht

(Mit Einzeltiteln ergänzt und aktualisiert) - Hohe geopolitische Risiken haben die Anleger zu Beginn der Karwoche nicht vom Aktienmarkt vergrault. Allzu weit wagten sie sich allerdings auch an der Wall Street nicht aus der Deckung.
10.04.2017 16:28

Der Dow Jones Industrial stieg am Montag in der ersten halben Stunde um 0,31 Prozent auf 20 720,89 Punkte. Er trat damit rund 450 Punkte unter seinem Rekordstand von Ende Februar weiter auf der Stelle.

Nachdem am Freitag vor allem die drohende Konfrontation mit Russland nach einem US-Raketenangriff auf einen syrischen Militärflughafen diskutiert worden war, richten sich nun die Blicke auch wieder Richtung koreanische Halbinsel. Die USA haben als Reaktion auf jüngste nordkoreanische Raketentests ihren Flugzeugträger "USS Carl Vinson" mit seinen Begleitschiffen in Richtung Westpazifik in Bewegung gesetzt. Nach Einschätzung von US-Experten trifft das weitgehend isolierte Nordkorea derzeit Vorbereitungen für einen weiteren Atomtest.

Der breiter gefasste S&P 500 gewann am Montag 0,37 Prozent auf 2364,26 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 stieg um 0,33 Prozent auf 5436,05 Punkte.

Die Aktien von Akorn standen nach einem Kurssprung von über 18 Prozent am Freitag mit einem weiteren Zuwachs von gut 10 Prozent auf 32,80 Dollar im Fokus. Kabi, die Tochtergesellschaft des deutschen Medizinkonzerns Fresenius , hat ein Auge auf die Amerikaner geworfen und befindet sich in Übernahmeverhandlungen. Analysten zufolge würde Akorn strategisch gut passen. Analyst Bernhard Weininger von Independent Research errechnete für den Zukauf einen Wert von bis zu 4,27 Milliarden Dollar oder rund 34 Dollar je Akorn-Aktie.

Sehr gefragt waren auch die Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla, die mit über 3 Prozent Plus nun auf einen Börsenwert von rund 51 Milliarden Dollar kommen - deutlich mehr als Ford und auf Augenhöhe mit General Motors. Börsianer verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar von Piper Jaffray. Anleger könnten es sich nicht erlauben die Aktie zu ignorieren, hiess es.

Eine Kaufempfehlung trieb auch Amazon wieder in Richtung ihres jüngsten Rekordhochs von über 923 Dollar. Needham-Analyst Kerry Rice traut ihnen mit 1100 Dollar noch fast 20 Prozent mehr zu./ag/he

(AWP)