Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordjagd und vor langem Wochenende

An der Wall Street haben sich die Anleger vor dem langen Wochenende zurückgehalten. Die grössten Aktienindizes traten nach der jüngsten Rekordjagd am Freitag mehr oder weniger auf der Stelle. Am Montag findet wegen des Presidents Day kein Handel statt.
17.02.2017 19:52

Der Dow Jones Industrial gab am Freitag um 0,27 Prozent auf 20 563,41 Punkte nach. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,13 Prozent auf 2344,16 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 hingegen rückte um 0,17 Prozent auf 5309,79 Punkte vor.

Die Wall Street hatte in den vergangenen sechs Handelstagen jeweils Rekordstände erzielt. Die Anleger hoffen auf grossangelegte Steuersenkungs- und Ausgabenprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft.

Klarer Verlierer im Dow waren die Anteilscheine von UnitedHealth mit einem Minus von rund 4 Prozent. Das Justizministerium schloss sich einer laufenden Klage an, wonach der Krankenversicherer Patienten des staatlichen Versicherungssystems Medicare zu viel berechnet haben soll. UnitedHealth wies die Anschuldigungen zurück.

Über deutliche Gewinne von gut 7 Prozent freuten sich derweil die Anleger von Kraft Heinz . Der Lebensmittelkonzern hat Interesse an einer Übernahme des Konsumgüterkonzerns Unilever angemeldet. Der britisch-niederländischen Konzern erteilte den Avancen zwar zunächst eine klare Absage, die US-Amerikaner wollen sich davon aber nicht beirren lassen. Die Taschen von Kraft-Heinz-Investor Warren Buffett seien tief, sagte ein Experte.

Unilever-Papiere schnellten in Paris und London mit zweistelligen Zuwächsen auf Rekordhochs. Ernüchterung gab es aber bei Mondelez , deren Anteile um knapp 1,5 Prozent fielen. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass Kraft Heinz laut Medienberichten unlängst erst erneut Interesse angemeldet habe, Mondelez wieder zurückzukaufen. Dies dürfte nun schwierig werden.

Die Aktien von Deere & Co büssten anfängliche Gewinne zwischenzeitlich komplett ein, legten zuletzt aber wieder etwas zu. Der bekannte Hersteller von Landmaschinen sieht Licht am Ende des Tunnels und stockte seine Ziele für das Jahr 2017 auf. Mit dem avisierten Überschuss von 1,5 Milliarden Dollar liegt man nun über den Analystenerwartungen. Allerdings warnte Deere auch vor steigenden weltpolitischen Risiken und nannte explizit den geplanten Ausstieg Grossbritanniens aus der Europäischen Union./la/he

(AWP)