Das Kopf-an-Kopf-Rennen vom ersten Wahlgang im März wiederholte sich auch bei der zweiten Runde: Fritschi holte 16'144 Stimmen und überholte Finanzvorsteher Bopp damit um nur 684 Stimmen.

Für den Sieg reichte es dennoch. Damit löst der bisherige Vorsteher des Departements Technische Betriebe den langjährigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Mitte) ab. Die Wahlbeteiligung lag bei vergleichsweise hohen 44,13 Prozent.

«Fairer Wahlkampf»

Nach seiner Wahl dankte der neue Stadtpräsident allen für die Unterstützung, insbesondere seinem Konkurrenten Bopp. «Der Wahlkampf war sehr fair», sagte Fritschi. Es sei angenehm, nach so einem Wahlkampf zusammen in einem Team zu arbeiten.

Er freue sich nun darauf, mit den anderen Stadtratsmitgliedern «das Beste für die Stadt herauszuholen, die wir lieben». Ein gequältes Lächeln gab es hingegen bei SP-Finanzvorsteher Bopp. Er müsse die Enttäuschung zuerst verarbeiten. Gründe für seine Niederlage konnte er auf Anhieb nicht nennen.

Bopp galt in der eher links dominierten Stadt lange als Favorit, während Fritschi während des Wahlkampfs mit einem Streik der Busfahrer konfrontiert war. Dabei wurde er auch öffentlich als «Sauhund» beschimpft. Geschadet hat ihm dies offensichtlich nicht - im Gegenteil.

(AWP)