Damit blieb Intersport hinter den eigenen Erwartungen zurück: Vor einem Jahr war Vorstandsvorsitzender Alexander von Preen noch von einem Wachstum ausgegangen. Nun entwickelte sich Intersport sogar etwas schlechter als der gesamte Markt. Als Gründe für die Entwicklung nannte Intersport neben der Konsumzurückhaltung unter anderem schwierige Marktbedingungen, die schwache Konjunktur und einen intensiven Wettbewerb.
Trotz des schwierigen Umfelds habe man ein sehr gutes Ergebnis erzielt, sagte Finanzchef Thomas Storck. Diese liege auch über dem des Vorjahrs. Konkretere Gewinnzahlen nennt der genossenschaftliche Einkaufsverbund nicht. Für das laufende Geschäftsjahr gab sich von Preen zuversichtlich: «Wir glauben an ein gutes Jahr 2026». Das liege auch daran, dass es viele Events gebe, darunter die Olympischen Winterspiele und die Fussball-Weltmeisterschaft der Herren.
Intersport setzt Expansionskurs fort
Intersport ist nach eigenen Angaben Deutschlands grösste Sporthändlergruppe. Ihr gehörten zuletzt bundesweit rund 700 Händler mit gut 1.400 Geschäften an. Davon firmieren mehr als 400 auch unter dem Namen. An seinen langfristigen Zielen hält Intersport fest: Bis zum Jahr 2030 will der Verbund seinen Umsatz im Tagesgeschäft und durch Zukäufe auf etwa sechs Milliarden Euro steigern - und damit auf einen erwarteten Marktanteil von gut 30 Prozent.
Um das zu erreichen, peilt das Management im Durchschnitt ein Wachstum von mehr als fünf Prozent pro Jahr an. Bis 2030 sollen daher mindestens 100 neue Geschäfte in Deutschland dazukommen. Darunter sehr grosse Läden, die sich eher an Familien und jene Kunden richten, die besonders auf den Preis achten. Seit 2023 wurden demnach insgesamt 56 neue Geschäfte eröffnet. Intersport-Chef von Preen ist sich sicher: «Wir werden mehr als 100 schaffen»./jwe/DP/jha
(AWP)
