Besonders stark ging die Zahl der Baugenehmigungen bei Zweifamilienhäusern zurück, die sich von Januar bis April etwa halbierte (-52,1 Prozent). Bei Einfamilienhäusern gab es ein Minus von 33,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum und bei Mehrfamilienhäusern, der zahlenmässig stärksten Gebäudeart, einen Rückgang von gut 27 Prozent.
Trotz grosser Nachfrage nach Wohnraum sinkt die Zahl der Baugenehmigungen seit Mai 2022. Wegen der stark gestiegenen Kreditzinsen und hoher Baupreise halten sich viele Bauherren mit Projekten zurück oder stornieren sie - von privaten Hausbauern bis Grossinvestoren. Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hat eingeräumt, dass die Ampel-Koalition das Ziel von jährlich 400 000 neuen Wohnungen verfehlen wird. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet, dass dieses Jahr maximal 250 000 Wohnungen fertig werden.
Seit Jahresbeginn 2023 betrage der Rückgang der Baugenehmigungen jeweils mehr als 20 Prozent, schrieben die Statistiker weiter. Von Januar bis April wurden 89 900 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, gut 27 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind sowohl die Genehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten./als/DP/mis