«Die Lufthansa muss sich jetzt irgendwie bewegen», fordert der Tarifexperte der Gewerkschaft Ufo, Harry Jaeger, am Flughafen. Er hielt dem Unternehmen vor, in seinem Tarifangebot massive Gegenforderungen aufgestellt zu haben. Insbesondere sollten die monatlich möglichen Arbeitsstunden deutlich angehoben werden. Die Kolleginnen und Kollegen fürchteten, dass Lufthansa ihre Einsatzzeiten im Sommer extrem verdichten wolle.
Dritter Streik im laufenden Jahr
Die rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sind aufgerufen, heute bis 22.00 Uhr die Arbeit ruhen zu lassen. Es ist nach zwei Runden mit Pilotenstreiks bereits der dritte grosse Ausstand in diesem Jahr bei Deutschlands grösster Fluggesellschaft.
Lufthansa hat zwar Gegenmassnahmen angekündigt, gleichzeitig aber bereits im Vorfeld Hunderte Flüge gestrichen. Neben der Kernmarke wird auch die Regionaltochter Lufthansa Cityline bestreikt. Hier verlangt Ufo bislang vergeblich einen Sozialtarifvertrag zur geplanten Auflösung des Flugbetriebs im kommenden Jahr. Für den Mittag ist noch eine Kundgebung am Flughafen München geplant./ceb/DP/jha
(AWP)
