Der Spitalverbund des französischsprachigen Wallis (CHVR) zählte an seinen Standorten in Sitten und Siders insgesamt elf Patientinnen und Patienten - eine Person weniger als am Vortag. «Alle konnten die Intensivstation verlassen», teilte der Spitalverbund am Mittwoch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mit.
«Ihre Beatmungsschläuche wurden am Montag entfernt, und sie gewinnen nach und nach ihre Funktionen zurück. Wir sind sehr zuversichtlich für sie. Die Patientinnen und Patienten in Siders erhalten rekonstruktive plastisch-chirurgische Behandlungen, die bei schweren Verbrennungen notwendig sind. Sie befinden sich in einem therapeutischen Prozess», hiess es weiter.
Noch neun Verletzte wurden im Universitätsspital Lausanne (Chuv) behandelt. «Diese Patienten sind schwer verbrannt und benötigen umfangreiche Pflege und eine intensive Betreuung, darunter regelmässige chirurgische Eingriffe. Die Teams sind voll mobilisiert, um ihnen die bestmögliche Versorgung zu bieten», schreibt das Universitätsspital.
Zwei Verletzte befanden sich weiterhin in den Genfer Universitätsspitälern (HUG). «Sie werden nicht mehr auf der Intensivstation betreut», die HUG ausführten. Das Spital Riviera-Chablais behandelte am Mittwoch keine Verletzten der Brandkatastrophe der Silvesternacht im Walliser Touristenort mehr.
Weiterhin Verletzte in kritischem Zustand
In der Deutschschweiz wurden sechs schwer verletzte Patienten im Universitätsspital Zürich (USZ) versorgt. «Ihr Zustand bleibt kritisch und wird es noch mehrere Wochen bleiben», teilte das USZ auf Anfrage mit.
Im Berner Inselspital wurden keine Verletzten mehr behandelt. Sie wurden in stärker spezialisierte Einrichtungen für die Behandlung von Opfern mit schweren Brandverletzungen verlegt.
Zu dieser Liste kommen noch 46 Überlebende des Unglücks hinzu, die im Ausland hospitalisiert wurden, hauptsächlich in Frankreich und Italien, wie der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard am Dienstag sagte.
Beim verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana kamen 40 Menschen ums Leben, 116 weitere wurden grösstenteils schwer verletzt. Unter den Opfern befanden sich zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene. Der Brand wurde höchstwahrscheinlich von Wunderkerzen ausgelöst, welche die Lärmschutzdecke der Bar aus Schaumstoff in Brand setzten.
(AWP)
