In einer am Donnerstag veröffentlichten und von mehreren Medien verbreiteten Erklärung fordert die Präfektin die Veranstalter auf, in den nächsten Tagen ein fundiertes Dossier vorzulegen, das alle Sicherheitsgarantien enthalte, für die der Veranstalter der Veranstaltung verantwortlich sei.

Sie erinnert die Mitglieder des Kollektivs daran, dass es in ihrer alleinigen Verantwortung liege, die Sicherheit von Personen und Sachwerten zu gewährleisten. Andernfalls, so die Präfektin, würde das Dorf verboten, sollten die erforderlichen Sicherheitsbedingungen nicht erfüllt sein.

Das Kollektiv rechnet mit 3000 Teilnehmenden. Ursprünglich war die Veranstaltung auf dem Gelände des Flugplatzes geplant, doch die Zustimmung des Eigentümers blieb aus. Das alternative Dorf wird nun im Park La Fantasia stattfinden.

Für den 14. Juni ist in Annemasse zudem ein Demonstrationszug geplant. Die Gespräche über die genauen Modalitäten der Route dauerten an, heisst es in der Mitteilung der Präfektur. Die Stadt Annemasse befindet sich wenige Kilometer östlich von Genf.

Unsicherheit in Genf

In Genf hat der Staatsrat eine Route für die Anti-G7-Demonstration am 14. Juni festgelegt, die auf das rechte Seeufer beschränkt ist. Ein Überqueren der Mont-Blanc-Brücke komme nicht infrage. Die Strecke verläuft entlang der Hauptverkehrsachsen, um die mehr als 50'000 erwarteten Menschen aufzunehmen.

Die No-G7-Koalition, der rund 60 Organisationen angehören, wird am Dienstagabend zu den ihr auferlegten Bedingungen Stellung nehmen.

Die Regierung lässt hingegen keinen Spielraum für Alternativen. Und die Stadtverwaltung Genf hat eine vollständige Schliessung des Parc des Bastions vom 12. bis 18. Juni angekündigt. Der G7-Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni in Evian-les-Bains F statt.

(AWP)