Der Umsatz stieg 2025 um 8,0 Prozent auf 272,8 Millionen Franken, wie die Industrie- und Handelsgruppe am Mittwoch mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen klar über dem eigenen Zielband von 4 bis 6 Prozent ab.

Das Betriebsergebnis (EBIT bereinigt) lag bei 29,8 Millionen Franken - ein Plus von 32 Prozent. Die Marge stieg auf 10,9 von 8,9 Prozent. Der Reingewinn lag mit 23,0 Millionen gut 31 Prozent über dem Vorjahr. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen nun eine 32 Prozent höhere Dividende von 5,80 Franken je Aktie erhalten.

Das Unternehmen spricht in dem Communiqué von einem «aussergewöhnlich erfolgreichen Geschäftsjahr». Treiber waren ein vorteilhafter Produktmix, vorgezogene Aufträge und Effizienzsteigerungen. Ein positiver Finanzerfolg stützte den Gewinn zusätzlich.

Bücher wachsen weiter und treiben das Geschäft

Im Buchhandel, dem immer noch klar grössten Geschäftsbereich, steigerte Orell Füssli den Umsatz um 3,2 Prozent auf 128,3 Millionen Franken. Treiber waren Filial- und Onlinegeschäft sowie Marktanteilsgewinne.

Im Sicherheitsdruck, wo die Gruppe auch die Schweizer Banknoten druckt, kam es zu einem aussergewöhnlich starken Umsatzanstieg von 15 Prozent auf 99,7 Millionen Franken. Treiber waren ein vorteilhafter Produktmix, hohe Auslastung und vorgezogene Auslieferungen.

Die Industriedivision Zeiser verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang von 6,3 Prozent auf 23,0 Millionen Franken. Belastet wurde das Geschäft durch Marktunsicherheiten, verschobene Aufträge und den schwächeren US-Dollar.

Digitale Identitäten mit wachsendem Potenzial

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Gruppe allerdings in den übrigen Geschäftsfeldern, zu denen auch das Geschäft mit digitalen Identitäten über die Tochter Procivis gehört. Hier lag das Plus bei 31 Prozent auf 22,6 Millionen Franken.

Mit Blick auf Procivis sieht Orell Füssli erhebliches Potenzial: Die EU-Verordnung eIDAS 2.0 verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Einführung staatlich anerkannter digitaler Identitäten und schafft damit eine europaweite Infrastruktur für deren Nutzung. Ein erstes EU-Projekt konnte sich Procivis 2025 in Litauen sichern.

Ausblick bestätigt Wachstumskurs

Für 2026 zeigt sich Orell Füssli angesichts hoher Auftragsbestände im Sicherheitsdruck und bei Zeiser zuversichtlich. Der Umsatz soll im laufenden Jahr um 2 bis 5 Prozent wachsen bei einer EBIT-Marge von rund 9 Prozent.

Gleichzeitig wurden die Mittelfristziele bis 2028 bestätigt. Demnach soll der Umsatz bis dahin auf 300 Millionen Franken ansteigen und die EBIT-Marge bei mindestens 8 Prozent liegen, wobei das Manangement aktuell von 8,5 bis 9,5 Prozent ausgeht. Zudem sollen weiterhin 60 bis 80 Prozent des Reingewinns als Dividende ausgeschüttet werden.

jl/ra

(AWP)