Beide Kriegsparteien verpflichten sich zudem laut Text, «die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen Staates zu achten und jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen Staates zu unterlassen.» Zudem verpflichteten sie sich, «Verhandlungen aufzunehmen mit dem Ziel, das endgültige Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu erzielen». Diese Frist könne allerdings im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden.

Die gegen den Iran gerichtete US-Seeblockade soll demnach innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens «vollständig» aufgehoben werden. Handelsschiffe sollen ferner 60 Tage lang in der Lage sein, die Strasse von Hormus sicher und gebührenfrei befahren zu können. Nach Überzeugung des ranghohen Regierungsbeamten werde der Iran mit dem Oman und anderer Golfstaaten rund um die Meerenge an einer langfristigen Vereinbarung arbeiten, um die gebührenfreie Durchfahrt auf lange Sicht zu gewährleisten.

Sollte es den USA und dem Iran gelingen, sich auf ein endgültiges Abkommen zu einigen, werden die Vereinigten Staaten laut dem US-Beamten nach dessen Abschluss innerhalb von 30 Tagen ihre Streitkräfte in der Region auf das Vorkriegsniveau reduzieren.

Die USA verpflichten sich laut dem Dokument ferner, «gemeinsam mit regionalen Partnern einen verbindlichen, einvernehmlichen Plan mit einem Volumen von mindestens 300 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran auszuarbeiten.»/ngu/DP/men

(AWP)