Aus deutscher Sicht sollte der Fokus nun darauf liegen, dass man der Ukraine in der jetzigen Situation ganz konkret helfe. Deutschland habe dabei als zweitgrösster Unterstützer der Ukraine bei den Waffenlieferungen eine besondere Rolle.

Zudem solle die Partnerschaft mit der Ukraine über die Gründung eines Nato-Ukraine-Rats intensiviert werden, der vier Mal im Jahr tagen soll. Die erste Sitzung ist während des Gipfels in Vilnius geplant, der am Dienstag und Mittwoch stattfindet.

Die Ukraine fordert seit Wochen von der Nato eine formelle Einladung in die Nato. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Wochenende seine Teilnahme am Gipfel davon abhängig gemacht, dass die Entscheidung über die Beitrittsperspektive der Ukraine erst dort fällt. "Wir möchten, dass alle Entscheidungen während des Gipfels getroffen werden. In diesem Fall ist es klar, dass ich dort sein werde", sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des US-Senders ABC. "Ich will nicht zum Spass nach Vilnius fahren, wenn die Entscheidung schon vorher gefallen ist."/mfi/DP/ngu