In Moskau stiess die Einladung in das von US-Präsident Donald Trump geplante Gremium auch deshalb auf Wohlwollen, weil Russland sich traditionell als wichtiger Akteur im Nahen Osten sieht und dort eigene geopolitische Interessen verfolgt. Zudem sieht sich Kremlchef Putin damit ungeachtet seines Angriffskriegs gegen die Ukraine willkommen auf internationaler Bühne.

Putin hatte auch immer wieder Trumps Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine begrüsst. Allerdings ist dort ein Frieden nicht in Sicht.

«Friedensrat» und Exekutivkomitee

Einladungen für den «Friedensrat» erhielten etwa auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und Argentiniens Präsident Javier Milei. Auch der Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko, hat nach Angaben aus Minsk, eine Einladung bekommen. «Wir sind bereit, uns an der Aktivität des »Friedensrats« und rechnen und hoffen darauf, dass die Organisation ihren Rahmen und ihre Vollmachten stark über die Grenzen der Initiative erweitert», sagte der Sprecher des belarussischen Aussenministeriums Ruslan Warankow dazu.

Das Gremium ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt.

Das internationale Gremium soll die neue Übergangsregierung des im Krieg zwischen der Hamas und Israel weitgehend zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Trump selbst hat den Vorsitz. Dem Gremium gehören nach Angaben des Weissen Hauses unter anderem der frühere britische Premier Tony Blair, US-Aussenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff an./mau/DP/he

(AWP)