Verletzte gebe es keine, hiess es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert. Vor mehr als vier Jahren startete Russland eine grossangelegte Invasion der Ukraine. In dem seither andauernden Krieg greift die Ukraine unter anderem mit Drohnen auch immer wieder russische Ziele auf der Krim an.

Im Gebiet Samara ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr - und war damit eine der grösseren Anlagen im Land.

Eine Bestätigung gibt es bereits für einen Angriff auf ein Öldepot im südrussischen Gebiet Krasnodar. Dort sei ein Treibstofflager in Tichorezk getroffen worden, bestätigte der Krisenstab der Region. Krasnodar ist wie die Krim eine der am häufigsten von Kiew attackierten Gebiete unter russischer Kontrolle.

Aber auch Regionen fernab der Front rücken immer mehr in den Blickpunkt der Angriffe: Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.

In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern./hme/DP/zb

(AWP)