Die Papiere notieren gegen 9.20 Uhr 2,0 Prozent im Plus bei 185,20 Franken, während der SMI 1,8 Prozent nachgibt. Schon bislang war die Jahresperformance mit einem Plus von gut 6 Prozent gut.
Dazu hatte auch ein Plus von 1,5 Prozent am Vortag beigetragen. Dieses brachten Händler damals mit dem Krieg im Nahen Osten in Verbindung. «So zynisch es ist, aber Kühne+Nagel profitiert von solchen Ereignissen», sagte ein Börsianer.
Der Analyst der ZKB sieht das in seinem aktuellen Kommentar auch so: «Geschlossene Flughäfen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten führen dazu, dass kurzfristig alternative Luftfrachtlösungen gefunden werden müssen; in solchen Situationen gewinnen die Dienstleistungen von Kühne+Nagel an Bedeutung und Wert», schreibt er in seinem Kommentar zum Jahresabschluss 2025. Indirekt könne der aktuelle Krieg im Nahen Osten das Geschäft aber auch belasten, räumt er ein.
Bei den eigentlichen Zahlen gibt es laut den Experten Licht und Schatten. So fiel der operative Betriebsgewinn, bei dem das Unternehmen auch die eigene Zielvorgabe übertraf, deutlich höher aus als erwartet.
Lob gibt es auch für die rasche Umsetzung des Sparprogramms und die KI-Pläne des Unternehmens. Wenn das Unternehmen die Sache richtig angehe, könnte das Unternehmen zu den Gewinnern gehören, meint ein Analyst.
Hingegen sei dem Unternehmen mit der EBIT-Guidance für 2026 keine positive Überraschung gelungen. Sie treffe ziemlich genau die Markterwartungen, heisst es etwa bei Bernstein. Sie deutet laut anderen Kommentaren auch darauf hin, dass das Marktumfeld schwierig bleibt.
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(AWP)
