KI ist aus Sicht vieler Kundinnen und Kunden längst Teil des Alltags. Rund 71 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Anwendungen mindestens einmal pro Monat. Mit dieser Verbreitung steigen auch die Ansprüche: Versicherte erwarten zunehmend einfache, schnelle und jederzeit verfügbare Dienstleistungen, heisst es im am Mittwoch publizierten «Stimmungsbarometer: KI in der Schweiz» des Beratungsunternehmens Deloitte.

Dabei bleibt die Haltung gegenüber KI differenziert. Nur eine Minderheit von 18 Prozent steht der Technologie im Versicherungskontext klar positiv gegenüber, während ein grosser Teil neutral oder kritisch eingestellt ist. Entscheidend für die Akzeptanz ist vor allem das Vertrauen. Anwendungen werden insbesondere dann akzeptiert, wenn sie als nachvollziehbar, fair und konkret nützlich wahrgenommen werden.

Entsprechend deutlich fallen die Erwartungen an den Einsatz von KI aus. Eine grosse Mehrheit der Befragten fordert Transparenz und menschliche Kontrolle: 86 Prozent wollen, dass wichtige Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen werden, und 85 Prozent erwarten klare Informationen darüber, wann und wie KI eingesetzt wird. Gleichzeitig sieht gut die Hälfte Risiken in potenziell unfairen Entscheidungen durch KI.

Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Umfrage unter 1'291 Personen in der Schweiz. Die Befragung wurde im Februar und März 2026 von Deloitte in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt und umfasst alle Sprachregionen sowie verschiedene Altersgruppen. Untersucht wurden unter anderem Nutzung und Einstellungen zu KI sowie deren Akzeptanz im Versicherungskontext.

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(AWP)