Von April bis Juni sank der Umsatz um 6,8 Prozent auf 232,3 Millionen US-Dollar, wie der Konzern am Dienstagabend in einem Communiqué bekannt gab. Grund dafür sei eine Lücke zwischen einem auslaufenden Projekt und neuen Projekten. Darauf hatte das Unternehmen bereits im Mai hingewiesen.

Insgesamt habe sich das Geschäft im ersten Quartal wie erwartet entwickelt, erklärte Konzernchef Peter Mainz. Und die Verkaufspipeline sei weiterhin sehr stark.

Der bereinigte Bruttogewinn nahm dagegen um 1 Prozent auf 87,0 Millionen Dollar zu. Die bereinigte Bruttogewinn-Marge verbesserte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent. Die höhere Profitabilität sei auf operative Effizienzsteigerungen und einen veränderten Umsatz-Mix mit mehr wiederkehrenden Software- und Dienstleistungsumsätzen zurückzuführen.

Der Auftragseingang belief sich auf 167,0 Millionen Dollar. Das sind 2,7 Prozent weniger als Vorjahresquartal. Per Ende Juni 2026 belief sich der Auftragsbestand auf 3,82 Milliarden Dollar. Das ist ein Rückgang von 48 Millionen im Vorjahresvergleich.

Konzentration auf Amerika

Der Konzern hatte im Frühling das Geschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) an Private-Equity-Investor Aurelius verkauft. Der Deal bewertete das Geschäft mit 215 Millionen Dollar. Seither konzentriert sich Landis+Gyr auf Nordamerika, Asien und Ozeanien. Zudem will der Stromzählerhersteller weiterhin in den USA an die Börse gehen.

In der Folge hat Landis+Gyr eine neue Konzernstruktur eingeführt: Das neue Segment «Connected Platforms» umfasst das klassische Zähler- und Kommunikationsgeschäft sowie zugehörige Installations- und Servicedienstleistungen. «Grid Intelligence» dagegen bündele Software-, Datenanalyse- und Beratungsangebote für Stromnetze.

Aktienrückkauf wird beschleunigt

Zudem will der Konzern sein bisheriges Aktienrückkaufprogramm in Höhe von insgesamt 175 Millionen Dollar beschleunigen. Dazu lanciert Landis+Gyr ein Festpreisangebot zum Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 50 Millionen Franken über einen Zeitraum von 10 Tagen zu lancieren. Die Bedingungen des Festpreisangebots, einschliesslich des Rückkaufinserats, werden voraussichtlich am 3. August 2026 veröffentlicht.

Nach Abschluss des Festpreisangebots sollen die täglichen Aktienrückkäufe wieder aufgenommen werden. Landis+Gyr hat bisher rund 1,2 Millionen eigene Aktien für einen Gesamtbetrag von 60 Millionen Franken zurückgekauft. Das entspricht etwa 4,2 Prozent des Aktienkapitals.

Ziele bestätigt

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2026/27 hat Landis+Gyr seine Ziele bestätigt, die am Kapitalmarkttag Anfang Juni bekannt gegeben wurden. So peilt die Gruppe einen etwas tieferen Nettoumsatz in der Grössenordnung von 1,075 bis 1,125 Milliarden Dollar sowie eine EBITDA-Marge von 14,5 bis 15,5 Prozent an. Die Lücke zwischen einem auslaufenden Projekt und neuen Projekten kostet rund 60 Millionen Umsatz.

Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von 1,166 Milliarden Dollar erzielt und eine bereinigte EBITDA-Marge von 14,4 Prozent erreicht.

jb/mk

(AWP)