Schweizer Hagel versichert aktuell laut eigenen Angaben rund 2350 Betriebe gegen das Risiko Trockenheit. Um die 1100 Landwirtschaftsbetriebe hätten bereits Schäden gemeldet.

Basierend auf den bis zum 6. August erhobenen Daten liegen die versicherten Schäden bei mindestens 19 Millionen Franken, schätzte die Versicherung am Dienstag. Da die Wetterprognosen keine baldige Entspannung der Lage erwarten liessen, sei davon auszugehen, dass sich die Schadensumme bei anhaltender Trockenheit weiter erhöhen werde, teilte Hagel Schweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Sommerkulturen besonders betroffen

Die Hälfte aller in diesem Jahr bei der Schweizer Hagel eingegangenen Schadenmeldungen betraf die Hitze, hiess es vergangene Woche. Dies sei überdurchschnittlich viel. Davon seien Sommerkulturen wie Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben und Sonnenblumen besonders betroffen.

Da ein Grossteil dieser Kulturen noch nicht geerntet wurde, lässt sich das gesamte Ausmass der Schäden für das laufende Jahr noch nicht beziffern. Für einzelne Betriebe seien die Ertragseinbussen aber sehr gross.

Nachfrage nach Versicherungen steigt

Die zunehmende Trockenheit hat die Nachfrage nach Wetterversicherungen mit Trockenheitsdeckung verstärkt. Seit 2025 beteiligt sich der Bund mit 30 Prozent an den Versicherungsprämien für die Risiken Frost und Trockenheit.

Im ersten Umsetzungsjahr beantragten laut dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) rund 2500 Betriebe eine solche Prämienverbilligung. Für das laufende Jahr rechnete das BLW mit einem Anstieg der versicherten Betriebe um rund zehn Prozent.

(AWP)