Am Vortag war der Preis für Brent-Öl noch zeitweise bis über 126 Dollar gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Vorschlag des Iran für ein Ende des Iran-Kriegs abgelehnt hatte. Nach dem Preissprung auf den höchsten Stand seit vier Jahren hatte es dann aber bis zum frühen Freitagshandel eine deutliche Gegenbewegung bei den Ölpreisen gegeben, die sich kurz vor dem Wochenende in abgeschwächter Form fortsetzte.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran zu einem Ende des Kriegs im Nahen Osten gelten als festgefahren. Trotzdem versuchen die USA eine sichere Durchfahrt für Schiffe durch die Strasse von Hormus zu ermöglichen. Aus dem US-Aussenministerium verlautete, dass hierfür notwendige Massnahmen ergriffen werden sollen. Dazu gehörten etwa «die Bereitstellung von Echtzeitinformationen, Sicherheitshinweise und Koordinierungsmassnahmen».
Darüber hinaus hatte das Nachrichtenportal «Axios» zuletzt berichtet, dass der Iran auf US-Änderungen zu einem möglichen Friedensabkommen reagiert habe, ohne jedoch Details zu nennen. Demnach soll Teheran eine Antwort über pakistanische Vermittler an die USA übermittelt haben.
«Kursrückgänge werden mit Vorsicht betrachtet, doch bei Kursanstiegen schliessen sich viele Anleger an», beschrieb Analyst Carl Larry von der Beratungsfirma Enverus das Handelsgeschehen der vergangenen Tage. Zum Wochenschluss wird das Handelsvolumen am Ölmarkt von Marktbeobachtern als eher gering beschrieben. In vielen Ländern sind die Finanzmärkte feiertagsbedingt geschlossen./jkr/stw
(AWP)
