Er bedauerte, dass die vor mehreren Wochen begonnenen Verhandlungen über das neue Lohnsystem gescheitert seien. Die Sozialpartner wollten nur die Rücknahme dieses neuen Modells, sagte Schneider. Dies sei jedoch keine Option, erklärte Verwaltungsratspräsident Pierre Bernheim. Die Änderung des Lohnsystems sei absolut notwendig, um den Fortbestand des Flughafens Genf zu sichern, betonten sie.

Sie erinnerten daran, dass im Vorfeld Verhandlungen stattgefunden hätten und dass diese durch vier Sitzungen vor der Kammer für kollektive Arbeitsbeziehungen verlängert worden waren - ohne Erfolg. Auf die Frage, ob es angebracht sei, dieses Lohnsystem kurz vor den Ferien zu ändern, wies Bernheim darauf hin, dass die Verhandlungen den Termin verschoben hätten.

Die Kosten des Streiks seien derzeit nicht abschätzbar. Die Direktion des Flughafens Genf ist sich jedoch sicher, dass sie weit unter den langfristigen Einsparungen liegen, die das neue Lohnmodell, das am Donnerstag vom Verwaltungsrat genehmigt wurde, mit sich bringen wird.

Der Ausgang des Konflikts scheint derzeit sehr ungewiss zu sein. Eine Hintertür könnte sich auf Seiten des Staatsrats öffnen. Nathalie Fontanet, die für die Finanzen und den Flughafen zuständige Magistratin, traf sich am frühen Nachmittag mit Vertretern der Gewerkschaft VPOD.

Auf operativer Ebene mussten mehrere Kontrollposten geschlossen werden, darunter die des Sektors Frankreich. "Wir werden unsere Leistung steigern, aber wir werden nicht das Tempo eines normalen Tages wieder erreichen", sagte Flughafensprecher Ignace Jeannerat. Die Auswirkungen auf den Flugbetrieb am Samstag seien noch nicht abschätzbar.