Dank eines proaktiven Risikomanagements rechnet Lonza derzeit nicht mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen aus dem Nahost-Konflikt. Der Energiebedarf für das Jahr 2026 sei fast vollständig abgesichert, und auch für 2027 sei dies für einen beträchtlichen Anteil der Fall.

Darüber hinaus verfügt die Gruppe laut den Angaben über keine Produktionsstätten im Nahen Osten und ist in dieser Region auch nur in begrenztem Umfang in den Bereichen Vertrieb, Kundenbeziehungen und Lieferkette engagiert.

Zu US-Zollpolitik kaum Folgen erwartet

Auch mit Blick auf die Zollpolitik der USA sieht sich das Unternehmen weiterhin gut aufgestellt. Lonza geht aktuell nicht davon aus, dass die Handels- und Zollpolitik der USA wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und auf die Kunden haben wird. Das schliesse auch die derzeitigen Untersuchungen zu möglichen Zöllen gemäss Section 232 mit ein, heisst es.

Nachdem die Trump-Regierung mit den vor einem Jahr angekündigten Zollbestimmungen vor dem Obersten Gericht eine Niederlage einfuhr, sucht sie derzeit nach anderen Möglichkeiten, um auf Einfuhren in die USA Zölle zu erheben. Eine davon ist die sogenannte Section 232 zur Wahrung der nationalen Sicherheit.

Allerdings könnte es für Lonza betreffend gewisser Aufträge Verzögerungen geben, nachdem grosse Pharmakonzerne kommuniziert hätten, dass die angekündigten Investitionen in den USA mehr Zeit in Anspruch nehmen dürften. Insgesamt bleibe die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen von Lonza sowohl von Pharma- als auch Biotech-Firmen aber weiterhin hoch, so die Mitteilung.

mk/ls

(AWP)