Vor 80 Tagen habe sie das Land mit einer Mission verlassen. «Viele Venezolaner riskierten ihr Leben, damit ich heute hier sein und diese Mission erfüllen kann», sagte die 58-Jährige, die sich momentan in den USA aufhält. Das Volk rief sie auf, sich auf einen «neuen und gigantischen Wahlsieg» vorzubereiten.
Im vergangenen Dezember hatte die bis dahin im Untergrund lebende Politikerin den Friedensnobelpreis in Oslo persönlich entgegengenommen. Nach der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten Anfang Januar hatte Machado zunächst die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger gefordert. Später erklärte sie, selbst Präsidentin Venezuelas werden zu wollen.
Seit dem Machtwechsel befindet sich das südamerikanische Land in einer Phase politischer Umbrüche. Die aktuelle Regierung unter der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez habe dieselbe Natur wie die vorherige, sagte Machado: «Es sind die, die gefoltert, verfolgt, eingesperrt haben, Menschen haben verschwinden lassen, umgebracht, enteignet und gelogen haben.»/juw/DP/zb
(AWP)
