Die gefährde den ohnehin brüchigen Waffenstillstand und erhöhe gerade nach dem starken Ausverkauf an der US-Technologiebörse in der vergangenen Woche die Unsicherheit, heisst es im Handel. «Nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und einem sichtlich erstarkten Iran ins Stocken geraten sind, stellt diese Eskalation eine echte Gefahr dar», kommentiert ein Händler.

Als Reaktion sind denn auch die Ölpreise wieder deutlich gestiegen, verharren aber noch unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Zudem sei bei den Renditen ein Aufwärtsdruck zu erkennen, was ebenfalls belasten könnte, so ein Marktbeobachter.

An Aktienmärkten fällt die Reaktion auf die neue Eskalation jedenfalls eindeutig aus: In Asien sind die wichtigsten Indizes mit teilweise deutlichen Verlusten gestartet. Die Indikationen für die Wall Street sind ebenfalls negativ.

Für den Schweizer Aktienmarkt indiziert der Broker IG aktuell zwar auch einen negativen Start - mit -0,5 Prozent fällt dieser aber vergleichsweise moderat aus. Für den deutschen Dax oder auch den französischen Cac-40 werden derweil Abgaben von etwa 1 Prozent erwartet.

Diese erneuten Spannungen treffen auf einen Markt, der nach dem jüngsten US-Ausverkauf zum Wochenschluss ohnehin angeschlagen war. In den USA hatten sich am Freitag die Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor nochmals beschleunigt und zu deutlichen Kursverlusten geführt.

Auch der deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für den Mai hatte diesen Ausverkauf gestützt. Denn die starken Daten liessen die Renditen von US-Staatsanleihen ansteigen. Dies schürte Befürchtungen, dass höhere Finanzierungskosten gerade jene Unternehmen belasten könnten, die stark in den Ausbau der KI investieren.

hr/cg

(AWP)