Als Erklärung dafür werden im Markt zwei unterschiedliche Interpretationen genannt. So seien vor allem am Morgen konjunktursensitive Titel und Finanzwerte stark gesucht gewesen, während die defensiven Titel gemieden worden seien. Andere Marktteilnehmer interpretierten die grossen Abgaben bei den Schwergewichten eher mit Absicherungstransaktionen über die Index-Futures. Dabei ginge es also in erster Linie um Absicherungen aufgrund der Unsicherheiten in Sachen Iran-Krieg. In Bezug auf Nestlé hiess es allerdings auch, dass andere Schweizer Nahrungsmittel-Titel wie Lindt&Sprüngli (PS -2,0 Prozent) oder Barry Callebaut (-4,2 Prozent) bzw. Branchentitel aus dem Ausland stärker unter Druck seien.

Dazu kommen die diversen Zentralbanken-Entscheide, die noch heute oder dann morgen Donnerstag auf dem Programm stehen. Zuerst seht die US-Notenbank Fed im Fokus, die ihren Entscheid heute Abend hiesiger Zeit bekannt geben wird. Die Aufmerksamkeit dürften Anleger auf die anschliessende FOMC-Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell richten, heisst es am Markt. «Seine Rhetorik dürfte auf die Goldwaage gelegt werden», so ein Händler.

Im breiten Markt gibt es einige grössere Bewegungen nach Zahlen: vor allem Stadler Rail (+12,0 Prozent) und Orell Füssli (+6,5 Prozent) stehen dabei im Vordergrund. Die Aktien der Titlisbahnen (-5,2 Prozent) waren zwischenzeitlich wegen des Absturzes einer Gondel tief ins Minus gefallen, haben sich aber wieder etwas erholt.

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(AWP)