Gegen 09.35 Uhr büssen Swiss Re 1,5 Prozent auf 102,05 Franken ein, nachdem die Titel zu Handelsstart bis auf 100 Franken zurückgefallen sind. Der Leitindex SMI notiert derweil mit +0,1 Prozent wenig verändert. Händler verweisen bei Swiss Re auf die im laufenden und im letzten Jahr gute Kursentwicklung und sehen Gewinnmitnahmen mit als Grund für die aktuellen Abgaben.
Swiss Re hat 2023 mit Prämieneinnahmen und einem Dividendenvorschlag abgeschlossen, die über den Erwartungen lagen. Dagegen fiel der Gewinn etwas tiefer als die Konsensschätzungen aus, wobei die Entwicklungen in der Haftpflichtrückversicherung bemängelt werden. Das Neugeschäft und den Turnaround beim einstigen Sorgenkind CorSo bewerten Analysten als positiv.
Insgesamt habe sich die Ertragskraft von Swiss Re wie erwartet vorteilhaft entwickelt, urteilt Georg Marti von der ZKB. Gut sei dabei auch das Anlageergebnis ausgefallen und die Bilanzsituation des Rückversicherers sei nach wie vor sehr solid.
Laut Vontobel-Analyst Simon Fössmeier bewegt sich das letztjährige Ergebnis von Swiss Re zwar nur im Rahmen der Erwartungen, es sei aber dennoch erfreulich und beruhigend zugleich. Fössmeier fühlt sich daher in seiner Kaufempfehlung bestätigt.
Die Gewinnentwicklung sei nach den schwierigen Jahren zwischen 2017 und 2022 unter anderem mit der Covid-Pandemie als Erfolg zu werten, heisst es auch bei JPMorgan. Gewisse Sorgen bereitet Analyst Kamran Hossain aber die kräftige Aufstockung der Reserven in der US-Haftpflichtrückversicherung im Schlussquartal. Swiss Re erwarte da künftig höhere Schadenvolumen.
mk/tp
(AWP)