Vier bis sechs zusätzliche Restaurants soll es 2026 geben. «Wir wollen möglichst nahe bei den Gästen sein», erklärte McDonald's-Schweiz-Chefin Lara Skripitsky am Dienstag vor den Medien.

Seit der Eröffnung der ersten Filiale 1976 in Genf hat sich das Netz stetig verdichtet. Inzwischen betreibt McDonald's 190 Standorte in 21 Kantonen. Mehr als 90 Prozent davon werden von 45 selbstständigen Lizenzpartnern geführt.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Zahl auf 200 Filialen steigen. Neue Restaurants seien derzeit im Bau, unter anderem in Dulliken (SO) und Horgen (ZH), oder befänden sich im Bewilligungsprozess.

Sieben neue Standorte in 2025

Bereits im vergangenen Jahr hatte McDonald's sieben Restaurants aufgemacht. Noch keine McDonald's-Burger gebraten werden in wenigen kleineren Kantonen: in Uri, Appenzell Inner- und Ausserrhoden sowie in Nid- und Obwalden. «Filialen hängen von der Nachfrage und geeigneten Standorten ab. Wir arbeiten daran», sagte Skripitsky im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Die Expansionspläne stossen nicht überall auf Zustimmung. Erst kürzlich regte sich Widerstand gegen ein geplantes Restaurant beim Bahnhof Stettbach. Einen Abbruch der Beliebtheit sieht Skripitsky aber nicht. Auch Vorbehalte gegenüber US-amerikanischen Produkten seien kein Thema: Wenn ein neuer Standort aufgehe, sei der Zulauf «immer gross».

Lebensmittel aus der Schweiz

So auch, als der erste McDonald's am 4. November 1976 in Genf öffnete. Vier Franken hat der Big Mac seinerzeit gekostet, heute liegt der Preis bei über sieben Franken. Die Preisgestaltung erfolgt weitgehend durch die lokalen Franchisenehmer. «Steigende Kosten machten Preiserhöhungen notwendig», sagte Chefin Skripitsky. Dennoch wolle man weiterhin ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Täglich werden rund 275'000 Kundinnen und Kunden in den Schweizer McDonald's bedient. Konkrete Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht, beziffert wird nur das Einkaufsvolumen. Demnach kaufte der Fast-Food-Riese 2025 Lebensmittel im Wert von 250 Millionen Franken ein, nach 235 Millionen im Vorjahr. Mehr als 85 Prozent der Lebensmittel stammen von Schweizer Lieferanten - dahinter stehen unter anderem rund 6900 Bauernbetriebe.

Poulet wird beliebter

Auch das Angebot hat sich seit den Anfangsjahren deutlich vergrössert: von acht auf über 80 Produkte. «Das Menü entwickelt sich entsprechend den Vorlieben unserer Gäste», sagte Skripitsky. «Deshalb ist Poulet als Alternative zum Rindfleisch gerade eine grosse Priorität für uns.»

McDonald's beschäftigt laut eigenen Angaben in der Schweiz über 8400 Mitarbeitende. Der Frauenanteil im Restaurantkader liege bei 45 Prozent, im Management bei 50 Prozent. Aktuell würden 43 Lernende zu Systemgastronomen mit eidgenössischem Diplom ausgebildet. Ab August seien 36 weitere Lehrstellen geplant.

sc/ra

(AWP)