Demnach wollen 13 Prozent der Betriebe (2025: 15 Prozent) in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr anbieten, 29 Prozent weniger (2025: 26 Prozent) und 58 Prozent (2025: 59 Prozent) gleich viele, wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) mitteilte. Besonders angespannt sei die Lage bei Unternehmen mit negativen Geschäftserwartungen. Vier von zehn dieser Betriebe verkleinerten ihr Ausbildungsangebot.

Unter den bestehenden Vorzeichen bewertete DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov die Zahlen als ein starkes Signal. «Es zeigt, dass Ausbildung für die Unternehmen auch in herausfordernden Zeiten höchste Priorität hat. Die Betriebe wissen, dass gut qualifizierte Fachkräfte entscheidend für ihren aktuellen und zukünftigen Erfolg sind.»

Azubis mit diversen Defiziten

Etwa die Hälfte (49 Prozent) der befragten Betriebe konnte nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Dieser Anteil ist seit 2023 nahezu unverändert. Damit verharrten die Besetzungsprobleme auf Rekordniveau, hiess es beim DIHK.

Unternehmen sehen besonders Defizite bei den Grundkompetenzen. Jeder zweite Ausbildungsbetrieb stelle weit verbreitete Schwächen beim Arbeits- und Sozialverhalten fest, etwa mit Blick auf die Belastbarkeit. Fast ebenso häufig werden unzureichende kognitive Kompetenzen genannt. Rund vier von zehn Unternehmen sehen zudem Defizite in Mathematik, Deutsch und wirtschaftlichem Grundwissen./brd/DP/mis

(AWP)