Mehrere kantonale Polizeikorps und Rettungsdienste zogen am Sonntag eine positive Bilanz zum Nationalfeiertag, wie sie in Mitteilungen oder auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärten. Die Bevölkerung habe sich grösstenteils an die wegen der grossen Waldbrandgefahr erlassenen Verbote gehalten.
Im Kanton Zürich sprach Schutz & Rettung von einem ruhigen Abend. Bei der Kantonspolizei gingen seit Samstagmittag 40 Meldungen wegen abgefeuerten Feuerwerks ein. Rund zehn Anrufe betrafen Holzkohlegrills oder offene Feuer. Für die Feuerwehr gab es entsprechend wenig zu tun. Sie musste im ganzen Kantonsgebiet zu vier kleineren Bränden ausrücken, darunter eine brennende Hecke.
Die Kantonspolizei Bern verzeichnete von Samstag auf Sonntag rund 30 Meldungen. Davon betrafen rund die Hälfte das Entfachen von Feuer, die andere Hälfte Feuerwerk.
Die Kantonspolizei Aargau registrierte innerhalb von 48 Stunden 33 Meldungen wegen Feuerwerks und 26 wegen Feuern oder Grillieren. Oft habe es sich dabei um erlaubte Gasgrills mit starker Rauchentwicklung gehandelt, hiess es auf Anfrage. In der Stadt Aarau gab es keine einzige Meldung. Die Polizei Basel-Landschaft rückte laut einer Mitteilung elfmal aus. Meist ging es um Personen, die mit Holz oder Holzkohle grillieren wollten. Patrouillen hätten die Betroffenen teils rechtzeitig auf die geltenden Bestimmungen hinweisen können.
Die Behörden im Kanton Zug bezeichneten den Verlauf der Feierlichkeiten als ruhig und «äusserst erfreulich». Die Kantonspolizei Thurgau schrieb von rund einem Dutzend Meldungen wegen Verstössen gegen das Feuer- sowie gegen das Feuerwerksverbot. In rund der Hälfte der Fälle sei eine Verzeigung ausgesprochen worden. Zudem seien ein Dutzend Ruhestörungen gemeldet worden.
Auch in der Westschweiz recht ruhig
Auch in der Westschweiz verlief der Feiertag ohne grössere Zwischenfälle. Die Genfer Kantonspolizei erhielt zahlreiche Anrufe wegen Knallkörpern und verzeichnete rund fünfzig Einsätze. Schwere Vorfälle oder Verletzte gab es dabei nicht. Im Kanton Freiburg hielt sich die Bevölkerung ebenfalls gut an das Feuerverbot. Eine Gruppe, die in Gumefens ein Feuer im Wald entfachte, wurde jedoch bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Zudem gingen rund zwanzig Anrufe wegen Knallkörpern ein. Auch im Wallis kam es zu keinen nennenswerten Ereignissen.
In St-Prex VD geriet am Samstagabend eine Abschussplattform für das Feuerwerk zum 1. August auf einem Lastschiff in Brand. Der Vorfall verlief ohne Verletzte oder grössere Schäden, wie die Rettungsdienste am Sonntag mitteilten.
(AWP)
