«Mit diesem Abkommen streben die Vertragsparteien an, den Marktzugang für landwirtschaftliche und nicht landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erweitern, die Zusammenarbeit und die gegenseitigen Investitionen zu verstärken sowie die Wertschöpfungsketten beider Volkswirtschaften zu integrieren», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung.
Freihandelszone mit rund 400 Millionen Menschen
Durch das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen soll demnach eine Freihandelszone mit rund 400 Millionen Menschen und einer gemeinsamen Wirtschaftsleistung von rund 7 Billionen US-Dollar (rund 6,1 Billionen Euro) entstehen. Das Handelsvolumen betrage derzeit rund 13,7 Milliarden US-Dollar.
Die EU und die Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay sowie Paraguay bilden seit Anfang Mai eine riesige Freihandelszone. Bolivien ist seit 2024 formell Mitglied im Mercosur, befindet sich jedoch noch im Prozess der Umsetzung der Mercosur-Normen. Das Abkommen soll durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln.
Aussenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt an diesem Dienstag zum Auftakt einer mehrtägigen Südamerikareise in Paraguay am Mercosur-Gipfel teil. In Deutschland werden grosse Chancen für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen./aso/DP/he
(AWP)
