Toleranz beginne dort, wo die eigene Meinung aufhöre, betonte Merz. Die Frage sei, ob man sich in Deutschland zuhöre, andere Meinungen akzeptiere und versuche, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Man müsse beweisen, dass es möglich sei, in der politischen Mitte Lösungen zu finden.

Zugleich verteidigte Merz die Demokratie als System. «In der Diktatur geht's schneller, aber meistens falsch. Und deswegen lassen Sie uns mal gemeinsam mit unserer Demokratie versöhnen. Wir haben hier etwas Grossartiges geschaffen.» Es gebe eine Stabilität in Deutschland, wie es sie in der Geschichte Europas noch nicht gegeben habe. «Und diese Stabilität nach innen wie nach aussen zu bewahren, das ist für mich die wichtigste Aufgabe, die ich empfinde als Bundeskanzler.»/aro/DP/nas

(AWP)